Filmpark-Babelsberg

Das letzte Mal betrat ich vor über 17 Jahren den Filmpark Babelsberg und meine Augen leuchteten wie damals, vielleicht sogar ein kleines bisschen mehr…

Wir hatten vor einiger Zeit zwei Eintrittskarten für den Filmpark Babelsberg geschenkt bekommen und heute nutzten wir den schönen Tag, um sie einzulösen. Da wir nicht weit vom Filmpark wohnen, schwangen wir uns auf unsere Räder und radelten das kurze Stück. Am Filmpark gibt es aber auch einen großen Parkplatz mit ganz moderaten Parkgebühren.
Da wir schon unsere Karten hatten, konnten wir gleich zum Eingang durchgehen. In der Hauptsaison könnte das ein entscheidender Vorteil sein aber heute waren die Kassen leer. Wir gingen durch das Tor und ich fühlte mich zurückgeholt in meine Kindheit. Auf den ersten Blick sah alles aus wie damals.
Am Eingang haben wir den Parkplan erhalten, auf dem alle Showzeiten vermerkt waren. Die erste Show – Filmtiere vor der Kamera begann gleich. Also machten wir uns auf den Weg dorthin. Der Weg war gepflastert mit Filmfiguren aus meiner Kindheit – hach wie habe ich sie geliebt – „Die unendliche Geschichte“.

Die unendliche Geschichte

Da die Schlange vor der Filmtiershow noch nicht so voll war, machten wir einen Abstecher in das Sandmann-Haus. Ich war total überrascht, wie modern der Sandmann geworden ist.

Sandmann
Im Sandmann-Haus gab es eine einfache und schöne Erklärungen wie „Das Sandmännchen – Abenteuer im Traumland“ in der Stop-Motion-Technik entstand und wie man es zu Hause selbst versuchen kann. Neben vielen Requisiten aus dem Sandmannfilm, konnte man auch die Weiterentwicklung des Sandmännchens anhand von unterschiedlichen Sets begutachten.

Sandmann - Abenteuer im Traumland

Original Filmrequisiten aus „Das Sandmännchen – Abenteuer im Traumland“

Die Schlange vor dem Eingang der Tierfilmshow hatte nun deutlich zugenommen, so dass wir uns nun auch endlich mal anstellten. Die Show ansich hat versucht Jung und Alt anzusprechen. Die Art der Umsetzung fand ich jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Es erweckte den Eindruck, als wäre man in einer Filmaufzeichnung für eine Tierquizsendung. Es wurde in die Kamera gesprochen und nicht immer zum Publikum. Den Kindern in der Show schien es aber zu gefallen.

Neben dem Showgebäude befand sich das Traumwerker-Haus. Dort konnte man sich schminken lassen, Kostüme anziehen und mit diesen für ein Foto posieren oder Minirequisiten herstellen. Jedoch musste man für viele dieser Sachen noch einmal extra Geld bezahlen.
Aber man konnte auch erfahren, wie damals und heute Requisiten und komplette Filmsets hergestellt wurden und wie sich die Technik am Set im Laufe der Zeit veränderte. So schauten wir uns dort noch einen Film über die Geschichte des Filmparks an und bewunderten die Requisiten.

miniatur Filmset - Sonnenallee

Miniatur Filmset (Sonnenallee, Inglourious Basterds,..)

Als nächstes besuchten wir das U-Boot „Boomer“. In meiner Erinnerung war es damals ein absolutes Highlight. Es ruckelte, qualmte und blitzte und die Kinder schrien.
Um das U-Boot herum befindet sich die Western- und Geisterstadt. Beide haben sich überhaupt gar nicht verändert. Die Figuren in der Geisterstadt waren irgendwie alt und sahen verbraucht aus, aber ihre Wirkung auf Kinder haben sie wohl nicht verloren. So mussten wir mit ansehen, wie bei einem kleinen Mädchen vor Angst Tränen über die Wangen liefen.

Folter im Filmpark Babelsberg

In der Geisterstadt befindet sich auch das XD-Theater – Dome of Babelsberg. Dort waren wir nicht nur Zuschauer, sondern Teil des Spektakels. Von unserem Wackelstuhl aus, versuchten wir uns mit einer Laserpistole die Piraten vom Hals zu halten. Vom Herzmann wohl das absolute Highlight, vielleicht auch weil er Dritter geworden ist. Hätte nur ich uns verteidigen sollen, wäre das wohl nichts geworden. Ich habe den drittletzten Platz belegt 😀

Eine weitere Attraktion ist die Stuntshow, die im inneren eines Vulkans stattfindet. Das Set der Show hat sich in den Jahren auch gar nicht verändert und das Motto der Show ist und war laut und explosiv.

Stuntshow im Filmpark Babelsberg

Stuntshow im Filmpark Babelsberg

Neben der Stuntshow befindet sich das 4D-Action Kino. Dort wird ein 3D Film gezeigt und die Sitzbühne bewegt sich passend dazu. Als ich das letzte Mal dort war, war man eine Kugel in einem Flipper. Heute sind wir die Chinesische Mauer entlang gerast.

Natürlich durfte die Führung zu den Außensets von GZSZ nicht fehlen, auch wenn ich kein Fan von Soaps bin. Dort konnte ich leider keine Fotos machen, weil das Set gerade umgebaut wurde. Die nette Dame gab uns dafür ein paar Insiderinformation zu den neuen Folgen.

Zu guter Letzt haben wir noch eine kleine Floßfahrt durch das Panama-Land gemacht und sind in die Welt der Tigerente eingetaucht.

Nach 6 Stunden Parkaufenthalt machten wir uns wieder auf dem Weg nach Hause. Ich mag den Filmpark. Auch wenn der Park an der einen oder anderen Ecke etwas eingestaubt wirkt, ist er einen Besuch wert. Und mit Kindern erst recht! Wir werden sicher nicht das letzte Mal zu Besuch gewesen sein.

Ich habe jetzt jedenfalls richtig Lust, mir mal wieder „Die unendliche Geschichte“ anzuschauen. Was sind eure Lieblingsfilme aus Kindertagen?

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